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8.6 Landwirtschaft nachhaltig reformieren - auch mit Mindestpreisen!

Die Lebensmittelskandale der letzten Jahre basierten in nahezu allen Fällen auf intransparente Strukturen in der Landwirtschaft und Lebensmittelverarbeitung. In Kombination mit der von uns geforderten strengeren Lebensmittelauszeichnung und dem generellen Verbot von gentechnisch veränderten Pflanzen sowie Tieren gehört eine Landwirtschaftsreform dazu.

Jeder Landwirt oder Bauer darf in unbegrenzter Menge eigenes Saatgut auf natürlichem Wege erstellen und damit handeln. Der Vorteil der Eigenproduktion oder dem Kauf beim benachbarten Bauern ist die bessere Kontrolle. Aktuelle gentechnisch veränderte Produkte werden nie nachhaltig auf Nebenwirkungen getestet, sondern direkt auf die Endverbraucher losgelassen. Es geht sogar soweit, dass einzelne Großbetriebe Bauern regelmäßig abmahnen und verklagen, wenn diese selbständig Nahrung anbauen möchten, wie es die vorherigen Generationen taten. Alle Grundlebensmittel müssen uneingeschränkt frei sein und können nicht mit Patenten oder Schutzrechten belegt werden. Vorhandene Patente und Schutzrechte werden auf deutschem Boden gelöscht.

Durch die eigene Produktion von Saatgut können Bauern auch ihre Tiere selbst versorgen. Eines der größten Übel der aktuellen Zeit sind günstig eingekaufte und nicht kontrollierbare Futtermittel. Diese sind zum einen extrem einseitig (meist Mais und somit untypisch für Europa), haben enorme Transportwege (schlechte Ökobilanz) und sind in zahlreichen Skandalen immer wieder mit Chemikalien belastet (z.B. im März 2013 bei 3500 Höfen in Niedersachsen) oder anderweitig verunreinigt. Bauern sollen dazu motiviert werden eigene Futtermittel für die eigenen Tiere herzustellen. Dies vereinfacht die Kontrolle von Futtermittel, verkürzt Transportwege und schafft im Idealfall sogar Arbeitsplätze.

Alle Bauern sollten dazu angeregt werden vor allem traditionelle Pflanzen ihrer Region anzubauen. Die Monokultur von z.B. Mais für Ökobenzin zerstörte bereits in den letzten Jahren ganze Regionen Südamerikas, genauso wie die Rinderzucht.

Die Motivation kann vom Staat durch Mindestpreise für Endprodukte bei Bauern geregelt werden. Eine nachhaltige und gesunde Produktion von Lebensmitteln ist im Interesse aller Bürger und wenn einzelne Lebensmittelkonzerne zu niedrige Preise diktieren, die keine nachhaltige Produktion erlauben, muss der Staat angemessene Mindestpreise festsetzen. Die festzusetzenden Mindestpreise müssen durch eine Kommission ermittelt werden.

Der geringe Aufpreis für Bürger an den Kassen von maximal einigen Cent wird durch hochwertige Produkte aus regionalem Anbau belohnt, die nahrhafter und nachhaltiger sind. Die steigende Vielfalt an Grundnahrungsmitteln ist ein weiterer unschätzbarer kultureller Vorteil für alle Bürger.

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